„Corona“ – Eine persönliche Anmerkung

Einige Freunde und Bekannte von mir sind durch die „Corona-Maßnahmen“ in ihrer materiellen Existenz zutiefst bedroht, bei einigen ist die wirtschaftliche Grundlage bereits zerstört. Das berührt meine Spiegelneuronen und ich frage mich, ob das tatsächlich sein muss(te).

Nach vielen Monaten, in denen die Presse und die Regierenden uns täglich über das Corona-Virus „aufgeklärt“ und Angst verbreitet haben, bleibt bei mir nach wie vor die wesentliche Frage offen:

Rechtfertigt die Sterblichkeit, die SARS-CoV-2 verursacht, tatsächlich die massiven Kollateralschäden?

Mit Statistiken kann man leicht beeinflussen. Mit Sterbestatistiken noch einfacher. Doch wer sich mit den „bei Corona“ verwendeten Zahlen in Ruhe beschäftigt, wird zunächst feststellen, dass die scheinbar hohen Zahlen an Infizierten und in der Folge Verstorbenen im Vergleich zu herkömmlichen Sterberaten immer noch vernachlässigbar gering sind und auch lokale Ausreißer nach oben nicht extrem sind. Selbst in Ländern, die es „lockerer“ angehen. Wenn die Presse zum Beispiel „bereits 27.000 Tote mit Covid-19 in Indien“ kürzlich zu einer herzschlagerhöhenden Schlagzeile werden lässt, unterschlägt sie nämlich mal eben, dass im gleichen Zeitraum in der zweitgrößten Nation der Welt rund 5 Millionen (!) Menschen an allem anderen gestorben sind, an dem Menschen nunmal so sterben …

Die aktuellen Sterbezahlen mit Bezug auf „Covid-19“ sind sowohl in Deutschland als auch in Spanien aktuell de facto Null: sie bewegen sich täglich im einstelligen Bereich, wobei die „Fälle“ nicht obduziert werden, und man so gar nicht weiß, ob diese wenigen Gestorbenen überhaupt Covid-Opfer sind. Auch die steigenden „Infizierten“-Zahlen sind lediglich auf die Steigerung der Test zurück zu führen, denn die Infiziertenrate liegt weiterhin im Bereich bis 1 Prozent. Und das ist – das sei wichtigerweise angemerkt – im Bereich der Falsch-Positiv-Rate des PCR-Tests und damit vermutlich nicht mehr das „Grundrauschen“ des Testfehlers. In von Labors an das Robert-Koch-Institut übermittelten „Virensammlungen“ (Sentinels) bei Erkrankten finden sich schon seit Wochen keine Sars-COV-2-Viren mehr.

Jedoch sind die Schäden extrem, die Lock- und Shutdowns weltweit anrichten. Schäden, die auf den ersten Blick nur wirtschaftlicher Natur sind, aber in der Folge auch gesundheitlicher. In der dritten Welt werden sehr viel mehr junge Menschen in Folge der Corona-Maßnahmen sterben, als durch Covid-19 gestorben wären. Die jährliche Suizid-Rate in den USA ist schon zu normalen Zeiten so hoch, wie die Anzahl der dort mit Covid-19 Gestorbenen zum heutigen Tag. (Und glaubt jemand, dass ein wirtschaftlicher Zusammenbruch der Mittel- und Unterschicht in den Vereinigten Staaten keine wesentliche weitere Auswirkung auf die Selbstmordrate haben wird?)

Der Reflex, jeden einzelnen Toten als „zuviel“ zu bewerten, und so die Corona-Maßnahmen zu rechtfertigen, ist menschlich zutiefst verständlich, rational gesehen jedoch fürchterlicher Unsinn. Wir müssen – und vor allem Politiker sollten das! – das Gesamtbild im Auge behalten. Und da schwant mir, dass wir weit über das Ziel hinausgeschossen sind. Zumal verantwortliche Politiker schon seit Jahrzehnten der Tabak-, Alkohol- und Lebensmittelindustrie ihr gesundheitsschädliches Treiben durchgehen lassen, ohne dass die Gesundheit der Menschen ihnen ein nachhaltiges Einschreiten wert ist. (Kleine Idee in dem Zusammenhang: Wie wäre es mit gesundheitlicher Aufklärung, dadurch Stärkung des Immunsystems und damit mehr Schutz vor SARS-CoV-2? Leider bislang Fehlanzeige.)

Treiben wir den Teufel mit dem Beelzebub aus? Schießen wir gar mit Kanonen auf Spatzen? (Wenn man die aktuellen Zahlen nimmt – siehe oben -, dann schießen wir mittlerweile mit Kanonen auf Geister). Und haben sich die Handelnden soweit aus dem Fenster gelehnt, dass sie nun nicht mehr zurück kommen oder wollen? Wir erahnen in fast allen Ländern, dass die durch das „entschlossene Handeln“ erhöhten Popularitätswerte Politikern mehr bedeuten, als eine hunterprozent faktenbasierte Analyse und dadurch begründetes Handeln: Wer sich weit aus dem Fenster lehnt, wird halt besser gesehen. Und natürlich ist man exkulpiert, wenn man es so macht wie alle anderen Länder auch. Wer – außer einigen Ausnahmen wie z. B. den Schweden – hat schon so viel Traute, „Corona“ selbst zu durchdenken, die reinen Fakten zu studieren und ggfs. gegen den weltweiten Covid-Strom zu schwimmen?

In einigen Jahren, wenn die aktuell Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft nicht mehr im Fokus stehen, werden Wissenschaftler und Journalisten die Corona-Zeit sicher mit dem nötigen Abstand in aller Ruhe bewerten können. Und ob sie tatsächlich zu dem Ergebnis kommen werden, dass die weltweite Hysterie und Panikmache gerechtfertigt war und in der Summe Schaden abgewendet hat? Ich bin sehr gespannt …